Yoga

Der Begriff Yoga stammt vom Sanskritwort yuga und bedeutet „anbinden, vereinigen“. Die Übenden können mit dieser angewandten Lebensphilosophie die Einheit von Körper, Geist und Seele erfahren. In diesem Zustand vermögen sie auch die Verbundenheit mit der gesamten Welt zu erahnen und wahrzunehmen.

Yoga hat seinen Ursprung in Indien. Neueste Forschungen deuten darauf hin, dass schon die Menschen der Industalkultur im 7. Jahrtausend v. Chr. Yoga kannten. Der heute praktizierte Yoga beruft sich vorwiegend auf den indischen Gelehrten Patañjali. Er hat vor etwa 2.000 Jahren die alten mündlichen Überlieferungen des Yoga im Grundlagenwerk Yoga-Sutra in Lehrsätzen zusammengefasst.

Laut ihm umfasst der Yoga acht Stufen. Die ersten beiden, Kontrolle und Disziplin, beschreiben ethisch-moralische Werte wie Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Unbestechlichkeit, Reinheit, Zufriedenheit oder Selbstdisziplin. Die dritte Stufe beinhaltet die Körperübungen, die sogenannten Asanas. Zusammen mit der vierten Stufe, den Atemübungen oder Pranayama, dürfte sie die im Westen bekannteste und beliebteste sein. Dann folgen die Stufen: Zurückziehen der Sinne, Konzentration, Meditation und Trance des Erkennens.

Die ersten vier Stufen Kontrolle, Disziplin, Körper- und Atemübungen gehören zum Hatha-Yoga. Dieser bildet die Basis von Yoga am Werk und vielen anderen aktuell praktizierten Yogastilen. Ha steht für Sonne und tha für Mond. Dieser Yoga sorgt somit für ein ausgewogenes Zusammenwirken der aktiven Sonnen- und passiven Mondkräfte im Menschen. Das Gleichgewicht dieser Kräfte fördert Gesundheit und Wohlbefinden.