Wirkungsweise

Körper-, Atem- und Konzentrationsübungen stärken die Gesundheit der Mitarbeiter, verbessern das Arbeitsklima und fördern letzten Endes auch den wirtschaftlichen Erfolg. Beispiele, die auf die Wirkungsweise des Yoga eingehen.

Yoga hilft bei medizinischem Fachpersonal auf der physischen Ebene mit Ausgleichsübungen. Sie entspannen und stärken die Rücken-, Schulter- und Bauchmuskulatur. Dabei regen die aktiven Stellungen die jeweiligen Muskeln, Gelenke und Gewebe an. Besonders in dieser Phase sollten Bewegungs- und Atmungsabläufe und Konzentration aufeinander abgestimmt sein.

In den nach den einzelnen Übungen notwendigen Ruhephasen entspannen unter anderem die Muskeln, die Organe und das Nervensystem. Sie alle können so besser regenerieren. Dabei bringt das Blut mehr Sauerstoff zu den Muskeln und Organen und transportiert vermehrt Kohlendioxid und andere Stoffwechselprodukte ab. Mit dem Blut erreichen auch Botenstoffe wie Hormone und Neurotransmitter ihre Ziel- und Wirkungsorte. Diese Wirkstoffe beeinflussen sich gegenseitig über sehr komplexe Bio-Regelkreise.

Die beschriebenen Wirkungsprinzipien des Yoga beschränken sich nicht nur aufs medizinische Fachpersonal. Bei den heutigen Wissensarbeitern, also beispielsweise bei Wissenschaftlern, Forschern und Ingenieuren, die regelmäßig und viel am Bildschirm arbeiten, wirken diese Prinzipien ebenfalls. Allerdings brauchen sie Übungsabläufe mit eigenen Schwerpunkten. Denn diese Menschen arbeiten vor allem im Sitzen, vernachlässigten oft ihre Skelettmuskulatur und den Hals-Nacken-Bereich, beanspruchen dafür aber besonders die Augen und den Intellekt.

Bei diesem Personenkreis können ausgewählte und regelmäßig ausgeführte Übungen, die gesamte Skelettmuskulatur und den Hals-Nacken-Bereich stärken. Speziell für ein gutes Sehvermögen bietet Yoga ihnen darüber hinaus hervorragende, einfache Augenübungen. Sie stärken die Sehkraft, lockern die Augenmuskulatur und entschärfen emotionale Erregungszustände. Menschen können sie tagsüber in ein paar Minuten im Sitzen oder Stehen, im Büro, zu Hause oder auf Autobahnraststätten ausführen.

Besonders Wissensarbeiter, aber auch Lehrer und Freiberufler tun sich oft besonders schwer damit, ihre Gedanken vor allem nachts zu Ruhe kommen zu lassen. Während andere schlafen und neue Energie tanken, lösen sie knifflige Probleme, schlichten Konflikte oder planen neue Versuchsreihen. Ihr vielleicht kostbarstes Arbeitswerkzeug, der Intellekt, hält sie permanent auf Trapp. Atem- und Konzentrationsübungen helfen ihnen, die stetige Gedankenflut vor dem Schlafengehen oder auch tagsüber zu verlangsamen, teilweise sogar zu stoppen.

Yoga zielt nicht nur darauf ab, in Gesundheit, innerer Zufriedenheit und Harmonie mit sich selbst zu leben, sondern auch mit anderen Menschen. Da haben dann Konkurrenzdenken, Intoleranz und Missgunst weniger Platz. Solche im Alltag gelebten Werte, wirken sich dadurch aufs Arbeitsklima denkbar positiv aus.