Praxis

„Ein Gramm Praxis wiegt mehr als eine Tonne Theorie.“ John Dewey (1859 – 1952), US-amerikanischer Philosoph und Pädagoge

Yoga am Werk lehrt einen sanften und ruhigen, in der Wirkung aber sehr intensiven Yoga. Nicht die superperfekten geometrischen Stellungen aus den Illustrierten zählen, sondern die an den eigenen Körper und die innere Haltung angepassten Positionen. Die Praxis basiert auf Hatha-Yoga.

Der klassische Unterricht beginnt meistens mit einer geführten Entspannung im Liegen. Ähnlich wie beim Autogenen Training oder bei Phantasiereisen lassen die Teilnehmenden in ein paar Minuten ihre Spannungen, Sorgen und Ängste los. Die Gedanken beruhigen sich, der Atem fließt harmonischer und die Muskeln wärmen sich auf.

Anschließend folgt eine Atemübung. Dem Atem, auch Pranayama genannt, kommt im Yoga eine zentrale Bedeutung zu. Er stellt die Verbindung zwischen belebter und unbelebter Natur her. Das Ein- und Ausatmen erfolgt dabei grundsätzlich über die Nase und versorgt die Lungen und den ganzen Körper mit Sauerstoff und Lebensenergie. Er transportiert vor allem Kohlendioxid ab. Über seine Frequenz und Tiefe greift der Atem in den Fluss der Gedanken ein und kann so sehr beruhigend wirken.

Danach folgen Körperübungen, auch Asanas genannt. Diese Übungen haben Namen wie Donnerstellung, Frosch, halber Drehsitz, Kobra, Schaukelstellung, Katze, Halbmond, Kerze und viele andere. Die Asanas aktivieren möglichst alle Muskeln, alle Gelenke mit Sehnen und Bändern, alle Organe, Gewebe und Zellen. Aber auch Atem- und Blutkreislauf, Nerven- und Hormonsystem und das Verdauungssystem.

Die Teilnehmenden führen die Körperübungen im Fluss ihrer Ein- und Ausatmung aus. Während der diversen Haltepositionen lenken sie ihre Aufmerksamkeit auf bestimmte Körperregionen, die sich von dieser Stellung angesprochen fühlen. In einer anschließenden kurzen gelenkten Entspannung erspüren die Teilnehmenden die Wirkungen der Übungen.

Der Unterricht endet meistens mit einer geführten Schlussentspannung.

Die ideale Länge des Unterrichts beträgt eineinhalb Stunden. In besonderen Situationen wie Mittagspausen in Unternehmen lässt sich der Unterricht auch in einer Stunde konzentrieren.

Für die Praxis eignen sich freundliche, ruhige Konferenz-, Besprechungs- und Aufenthaltsräume sowie Turnhallen, Fitnesscenter und Gemeindehäuser. Sollten Unternehmen und Institutionen keine passenden Räumlichkeiten haben, dann kümmert sich Yoga am Werk darum.

Im Yogaunterricht tragen die Teilnehmenden bequeme Kleider. Die meisten Übungen finden auf der Matte auf dem Boden statt. Dünne Decken oder kleine Sitzkissen können beim Entspannen oder bequemen Sitzen helfen.