Philosophie

Yoga in all seinen Ausprägungen hat das große Ziel, dass Übende Gesundheit, Freiheit und Glück erfahren.

Die Philosophie und die Praxis vermitteln dabei Methoden, wie Menschen den Zustand des Yoga erleben können. Konkret beschreiben sie Übungen, welche auch die Fähigkeit des Sich-nach-innen-Wendens vermitteln. Das bedeutet keinesfalls, sich von der Außenwelt abzuwenden, sondern aus der eigenen Mitte heraus die Aufgaben des persönlichen Lebens und der Arbeit zu erkennen, anzunehmen und zu erfüllen.

Die Einheit von Körper, Geist und Seele, also Yoga, existiert immer. Nur erfahren nicht alle Menschen diesen Zustand. Denn die heutige, meist hektische und laute Zeit mit ihren vielfältigen Reizen zieht vor allem den Körper, die Sinne und das Ego in ihren Bann. Sie haben nicht selten das Steuer übernommen und drängen das Herz und die Intelligenz immer mehr an den Rand.

Wenn aber Körper und Geist (Sinnesbewusstsein, Ego, Herz und Intelligenz) nicht im Einklang stehen, wie sollen diese beiden mit der Seele eine Einheit bilden? Lesende fragen sich jetzt vielleicht, was die Seele denn sein soll? Dieser Ausdruck eröffnet viele Interpretationsmöglichkeiten. Yoga am Werk versteht darunter den auch nur temporär erfahrbaren Zustand des grundlosen, grenzenlosen Glücks.

Einige versuchen, Yoga den Stempel der Hindureligion aufzudrücken. Die Beweggründe dafür dürften unterschiedlich sein. Yoga am Werk und fast alle aktuellen Yogarichtungen in Europa arbeiten religionsübergreifend. Jeder Übende – ob Christ, Atheist, Muslim, Hindu, Jude, Buddhist oder Angehöriger einer anderen Glaubensgemeinschaft – kann und soll seinen religiösen und philosophischen Überzeugungen folgen.