Integration

Am besten wirkt Yoga, wenn Mitarbeiter diese angewandte Lebensphilosophie in ihr Alltagsleben integrieren. Unternehmen können ihnen hierfür geeignete Kurse, den passenden Ort und die richtige Zeit anbieten.

Yogakurse am Arbeitsort ersparen den Angestellten extra Anfahrtswege zu den Studios und Schulen. Sie müssen nicht mehr lange suchen, um aus verschiedenen Angeboten das Passende auszuwählen. Natürlich machen gemeinsame Aktivitäten auch mehr Spaß und stärken das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl.

Yogalehrer, die den Alltag in den jeweiligen Unternehmen kennen, können mit ihren Erfahrungen für die Mitarbeiter bessere Übungsreihen entwickeln. So eignen sich für Verkäufer, die viel auf den Beinen stehen, andere Übungen als für Architekten oder Informatikerinnen vor dem Bildschirm. Auch sitzende Call-Center-Agentinnen, die jede Minute zu jemandem andern in der Telefonleitung freundlich sein müssen, brauchen andere Kursschwerpunkte als Chirurgen, die noch nach langen Operationen eine ruhige Hand benötigen.

Oft könnten Mitarbeiter unter Anleitung etliche Übungen direkt am Arbeitsplatz machen. Zwar hätte das etwa den Vorteil, dass sie einzelne Reihenfolgen in ein paar Minuten auch zwischendurch ausführen können. Doch gerade für Anfängerkurse zeigt sich, dass Unternehmen dafür eigene Räumlichkeiten bereitstellen sollten. Dafür eignen sich beispielsweise Konferenz-, Besprechungs- oder Aufenthaltsräume.

Im Idealfall halten sich alle Teilnehmer einmal in der Woche eineinhalb Stunden für den Yogaunterricht frei. Für die Übungspraxis brauchen Mitarbeiter nur eine rutschfeste Matte und möglichst bequeme Kleidung. Je nach konkreter Situation vor Ort finden die Kurse vor oder nach der Arbeit bzw. während längerer Pausen statt. Wenn die Zeit dafür partout nicht reicht, genügt auch schon ein Basisprogramm in der Mittagspause. Die Übungen – obwohl sie die Muskulatur kräftigen – verursachen selbst keine oder kaum Transpiration. Sie gefährden also keinesfalls das sprichwörtliche Arbeitsklima.